Johann Friedrich Frischeisen: Zwischen Knabenchor und Straßenlärm – Weit mehr als ein Spazieren im Zeitgeschehen

 

 

Johann Friedrich Frischeisen lädt ein zum unterhaltsamen Spazieren durch Ort und Zeit seiner Kindheit und Jugend als Nachbarsbub des Pfarrwaisenhauses, des späteren Studienheims und Heimat des berühmt gewordenen Windsbacher Knabenchors.

Zwischen Knabenchor und Straßenlärm

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Erinnerungen eines Knabenchor-Nachbarsbuben

Das Buch ist ein Erinnerungsbuch des Autors – an die Jahre vor dem harten Kriegsende, den Einmarsch der US-Truppen und das daniederliegende Windsbach. Als Beobachter schildert Johann Friedrich Frischeisen das Treiben in der Kleinstadt, der er sich auch heute noch eng verbunden fühlt.

Als Zeitzeuge berichtet er von der gedrückten Stimmung kurz vor dem Kriegsende, als noch Kriegsgeschehen das Land überzog. Und von Ereignissen, die nicht nur bei ihm in Erinnerung geblieben sind. Er gibt Einblicke in das Elend, die Nöte und die erzwungene Genügsamkeit und erzählt, wie man sich in schlimmen Zeiten des Kriegsendes und der ersten Nachkriegszeit zurechtgefunden hat, obwohl Gedanken an eine Zukunft kaum möglich waren. Der kleine Kreis der ersten Sängergruppe, der sich 1946 im damaligen Pfarrwaisenhaus zusammenfand und zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht Windsbacher Knabenchor hieß, ließ einen ersten Hauch von Zuversicht und beginnendem Aufbruch zu. Johann Friedrich Frischeisen zeichnet „von außen“ die Entstehung des Knabenchores nach, dessen Werden er als Nachbarsbub und Mitschüler unmittelbar und doch aus der Entfernung begleitet hat.

Er lebte mit seinen Eltern in direkter Nachbarschaft zum Pfarrwaisenhaus und war in beiden Welten Zuhause – Windsbacher Straßenlärm auf der einen und Chorgeräusche auf der anderen Seite – und ist noch heute immer „dazwischen“. Johann Friedrich Frischeisen beobachtet, denkt mit, vermittelt und behält dabei seine Heimat im Blick: Franken, Windsbach und den Knabenchor.

 

Heimat als Grundlage für Wachsen und Werden

Die Leser lernen aber nicht nur sein tief gründendes Heimatbewusstsein mit vielen Begegnungen, Erfahrungen und besonderen Erlebnissen kennen, sondern auch die manchmal beschwerlichen (Irr-)Wege, die junge Menschen brauchen, um zu sich selbst zu finden. Denn Frischeisens Heimat wurde auch der Wurzelboden seines beruflichen und persönlichen Wachsens. So erleben die Wanderer auf diesem Spaziergang mit vielen Seitenblicken für das Besondere ein beispielhaftes „Trotzdem“ und erkennen, dass Heimatverbundenheit die Voraussetzung ist für ein Leben ohne Fremdenfeindlichkeit, mit Leistungsbereitschaft und Mitgefühl, für ein Leben in Gemeinschaft.

 

Lust auf Leistung als Lebensmotto

Das Verhältnis des Individuums zur Gemeinschaft ist das Lebensthema des Autors. Sein Motto im Beruf (den er auch heute noch ausübt) spricht für sich: „Lust auf Leistung“. So erscheint es fast schon folgerichtig, dass ihm in reiferen Jahren die nebenberufliche Aufgabe einer Dozentur zufiel, die Leben, Arbeiten, Leisten mit Verantwortung für das Ganze verbindet. Sein Engagement, „trotzdem“ zäh am Ball zu bleiben und „Lust auf Leistung“ zu leben, will Johann Friedrich Frischeisen fördernd weitergeben: als Lebenshilfe für junge Menschen, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, Leistung hoch zu halten. Darüber kann der Windsbacher Knabenchor nicht nur ein Lied singen.

 

Johann Friedrich Frischeisen: Zwischen Knabenchor und Straßenlärm – Weit mehr als ein Spazieren im Zeitgeschehen, erschienen im Verlag PH.C.W. SCHMIDT aus Neustadt an der Aisch, ISBN 978-3-87707- 252-3, Ladenpreis 14,90 €.