Manfred Pix: Friedrich Bury (1763-1823). Seit seiner Flucht 1799 aus Rom: Vom „Zweiten Fritz“ Goethes zum Porträtmaler zweier königlichen preußischen Schwestern. Eine Dokumentation in Wort und Bild.

Der in Hanau geborene Maler Friedrich Bury machte sich im 18. und 19. Jahrhundert einen Namen in der deutschen Kunst, unter anderem wegen seiner Porträts bekannter Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe und Johann Gottfried Herder. Dr. Manfred Pix hat es sich zur Aufgabe gemacht, die noch erhaltenen Bild- und Textquellen zum Leben und Wirken dieses Künstlers zusammenzutragen und etliche bisher unveröffentlichte Briefe und Dokumente gesammelt herauszugeben. Ergänzt wird dies durch ausführliche Erläuterungen und viele Abbildungen.

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Von Rom zurück nach Deutschland

Pix beginnt seine Dokumentation mit Briefen aus dem Jahr 1799. Zu diesem Zeitpunkt lebt Bury seit 17 Jahren in einer deutschen Künstlerkolonie in Rom, muss die Stadt aber nun verlassen, da sie von französischen Truppen besetzt ist. Friedrich Bury kehrt zurück nach Deutschland, zunächst in seine alte Heimat Hanau, dann zieht es ihn nach Weimar. Hier hat er bereits Freunde, unter anderem den Dichter Johann Wolfgang von Goethe, den er auf dessen Italienreise kennen gelernt hat.

 

Porträts von Prominenten und Kopien alter Meisterwerke

Aus den Briefen und durch die Erläuterungen von Pix erfährt der Leser von den Herausforderungen und Erfolgen, die Bury erlebt, als er in den Jahren darauf in Deutschland auch künstlerisch wieder Fuß fassen will. Er wird hierin von Künstlerfreunden wie Erdmann Hummel und Aloys Hirt unterstützt und arbeitet als Porträtmaler, wird aber auch als Kopist von Werken alter Meister bekannt. Einige dieser Kopien stammen noch aus seiner Zeit in Italien, andere fertigt er nun als Auftragsarbeiten an, z.B. eine „Sixtinische Madonna“ nach dem Vorbild Raffaels für Königin Luise von Preußen. Bury malt und zeichnet aber nicht nur selbst, sondern gibt auch Unterricht in adeligen Kreisen. Seine Arbeiten führen Bury unter anderem nach Kassel, Dresden und Berlin, später auch in die Niederlande.

 

Authentischer Einblick in ein Künstlerleben

Durch die Brieftexte wird Burys Biografie greifbar und lebendig, man erhält ein Bild von den Beziehungen, die er mit Familie, Freunden und Auftraggebern pflegte, von seinen eigenen Gedanken, Wünschen und Sorgen sowie davon, was seine Zeitgenossen über ihn dachten und welche Bedeutung er in der Kunstwelt des beginnenden 19. Jahrhunderts hatte. Zusammen mit den ergänzenden Texten und Bildern entsteht so ein farbiges Porträt des Malers Friedrich Bury und seiner Zeit.

 

Manfred Pix: „Friedrich Bury (1763-1823). Seit seiner Flucht 1799 aus Rom: Vom „Zweiten Fritz“ Goethes zum Porträtmaler zweier königlichen preußischen Schwestern. Eine Dokumentation in Wort und Bild“, ist erschienen im Verlag PH.C.W. SCHMIDT aus Neustadt an der Aisch, ISBN 978-3-87707-413-8, Ladenpreis 49,00 €.