Gedächtnis in Nürnberger Texten des 15. Jahrhunderts

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klebegebundene Broschur
392 Seiten
Format 14,5 x 21 cm
16 Abbildungen

  • Autor Vorname: Matthias
  • Autor Nachname: Kirchhoff
  • ISBN-Code: 978-3-87707-773-3
  • Auflage: 1. Auflage
  • Erscheinungsjahr: 2009
  • Gewicht: 0.5000

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Artikelnummer: geschichte_0000472 Kategorie:

Beschreibung

Schriftenreihe des Stadtarchivs Nürnberg:

Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte, Band 68

Der Begriff Gedächtnis bezeichnet nicht allein das menschliche Erinnerungsvermögen. Ebenso verbindet sich mit Gedächtnis eine soziale Funktion, die lebensnotwendige Prozesse zur Selbstvergewisserung einer Gesellschaft mit trägt: Das Andenken Verstorbener, die Konstruktion von Ruhm und Ehre, die Bildung von Gruppenbewusstsein über gemeinsame Gedächtnisinhalte oder die Hoffnung auf göttliches Erinnern im Jenseits. Wesentlicher Träger dieser sozialen Gedächtnisfunktion sind seit jeher Schrift und Literatur.

Diese Arbeit unternimmt den Versuch, anhand Nürnberger Texte des 15. Jahrhunderts das Geflecht von Funktionen darzulegen, das Gedächtnis an der Grenze von Mittelalter und Früher Neuzeit zukam. Hierbei kommt es zu zahlreichen neuen Interpretationen bekannter und weniger bekannter Texte dieser Zeit. Viele neue Entdeckungen zu scheinbar oft erörterten Nürnberger Werken konnten gemacht werden.

So wird deutlich, wie der mächtigste Ratsherr seiner Zeit, Niklas Muffel, kurz vor seiner Hinrichtung um sein posthumes Gedächtnis rang, und wie erfolgreich er damit über viele Generationen war. Das berühmte Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung erscheint nicht mehr nur als Bildquelle zur Handwerksgeschichte, sondern als Tummelplatz verschiedener Strategien, erinnert zu werden und den eigenen Status im Diesseits wie im Jenseits zu heben. Mit der „Sag von Nürnberg“ wird das wohl älteste deutschsprachige Städtelob vorgestellt.

Weitere Studien dieser Arbeit befassen sich u.a. mit dem berühmten Püchel Ulman Stromers, Gedenkbüchern des Tucher-Geschlechts, dem „Lobspruch auf Nürnberg“ Hans Rosenplüts oder der „Nürnberger Chronik“ Sigmund Meisterlins.

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