Die Universität Padua und ihre fränkischen Besucher im 15. Jahrhundert. Eine prosopographisch-personengeschichtliche Untersuchung (= Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte, Band 70)

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klebegebundene Broschur, 792 Seiten, Format 14,8 x 21 cm

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„Anno etc. Mcccclxv fui in solempni celebratione Anothomie corporis humani“, notierte Hartmann Schedel, der Nürnberger Arzt und Kompilator der nach ihm benannten Weltchronik, in seinen persönlichen Aufzeichnungen. Das Ereignis einer Leichensektion an der Universität Padua beeindruckte Schedel so sehr, dass er es gleich mehrere Male schriftlich festhielt. Neben ihm und anderen bekannten Absolventen der traditionsreichen italienischen Hochschule wie dem gelehrten Patrizier Willibald Pirckheimer, dem Gräzisten Johannes Cuno oder dem Autor Albrecht von Eyb, studierten über 120 weitere fränkische Scholaren Medizin oder Jurisprudenz in der zur Republik Venedig gehörenden Stadt am Piovego. Die Universität Padua ist heute noch eine der renommiertesten Hochschulen Italiens. Auch im 15. Jahrhundert nahm sie diesen Rang ein. Sie zog nicht nur Studenten von der Apenninhalbinsel an, sondern aus ganz Europa. Darunter waren auch viele Scholaren aus dem deutschsprachigen Raum, die bei den bekanntesten Lehrern ihrer Zeit Medizin und Jurisprudenz hören wollten. Die hier untersuchten Universitätsbesucher aus den fränkischen Diözesen Würzburg, Bamberg und Eichstätt stammten aus der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Elite ihrer Region. Ein Großteil kam aus der Reichsstadt Nürnberg, die mit ihren Handelsbeziehungen zu Venedig eine herausragende Stellung einnimmt. Die vorliegende Studie ist prosopographisch-personengeschichtlich angelegt, enthält einen großen „lexikalischen“ Teil in Form von 128 Biogrammen, der die Grundlage für eine tiefer gehende Analyse bildet.

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