Facetten einer Stadt – Nürnberg in Fotografien 1900 bis 1918. Monatskalender 2017

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Beschreibung

Facetten einer Stadt – Nürnberg in Fotografien 1900 bis 1918

Die Jahre von der Wende zum 20. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs waren für Nürnberg eine Zeit baulicher Veränderungen. Etliche der bis heute das städtische Kulturleben prägenden Einrichtungen sind Gründungen dieser Epoche. Im Laufe der Industriealisierung hatte sich die Bevölkerung vervielfacht und neben den wichtigen infrastrukturellen Aufgaben wie Verkehr, Gesundheits- und Sozialfürsorge rückten zunehmend der Kultur- und der Bildungsbereich in den Blickpunkt. In den Vorstädten entstanden die aufgrund ihrer Größe und ihrer Ausgestaltung mit Treppentürmen als Schulburgen bezeichneten Schulhäuser. Ein Meilenstein war der Bau des Stadttheaters am Ring, das 1905 eröffnet wurde. Mit dem zwischen 1906 und 1910 erbauten Künstlerhaus am Frauentor und der 1913 eröffneten Kunst-Ausstellungs-Halle am Marientor verfügte die Stadt über zwei moderne, in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene und sich ergänzende Ausstellungshäuser für die hiesige Kunstszene. Beeindruckend ist das Leben, das sich auf den Straßen der Altstadt abspielte. Bereits damals existierte eine Fülle an Ladengeschäften, deren Reklametafeln großflächig an den alten Fassaden prangten. Von großer Bedeutung war der Umbau des Kaufhauses Tietz, das aus dem ältesten nordbayerischen Kaufhaus entstand und ein vielfältiges Warenangebot für die Stadtbevölkerung bereit hielt.

Doch neben die Bilder der modernen Großstadt gesellen sich Aufnahmen, die von Nürnberg einen ländlichen Eindruck hinterlassen. Vor allem die Aufnahme von Wöhrd, einer im Mittelalter im Osten vor dem Befestigungsring gegründeten Handwerkerstadt, scheint uns einen ganz anderen Ort zu zeigen – einen, in dem die Zeit stehen geblieben ist. Dass dieses idyllisch anmutende Nürnberg zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Verschwinden begriffen war, zeigt die Fotografie eines der wenigen, in den Vorstädten noch existierenden bäuerlichen Anwesen, an das das urbane Bauen bereits nah herangerückt ist. So bietet der Fotokalender 2017 Facetten vom Alltag und Leben in Nürnberg zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Altes und Neues stehen hier nebeneinander, Großstadtflair und ländliches Leben schlossen damals einander nicht aus. Die vorliegenden Aufnahmen wurden dem Bestand „A 38 – Hochbauamt, Glasnegative“ und dem Bestand „A 48 – Fotografien Fritz Traugott Schulz“ entnommen. Beide Sammlungen fangen die Atmosphäre jener Zeit am besten ein. Die Fotografien des Bestands „A 38 – Hochbauamt, Glasnegative“ wurden von Fotografen der städtischen Bauverwaltung aufgenommen, deren Aufgabe die bildliche Dokumentation der baulichen Veränderungen in der Stadt war. Fritz Traugott Schulz (1875-1951), damals als Kunsthistoriker am Germanischen Nationalmuseum beschäftigt, hat in einer Nebentätigkeit für den Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg die Bürgerhausbauten der Altstadt für eine mehrbändige Publikation erfasst und wurde dabei auch immer wieder für das städtische Bauamt fotografisch tätig, um die vom Abriss bedrohte historische Bautsubstanz mit seiner Kamera festzuhalten.

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